Review von Girls’ Generations “Mr.Mr”

Da ich jetzt seit 2 Jahren unsterblicher Fan von Girls’ Generation bin, muss ich natürlich meine Meinung über ihr neues Mini-Album kund tun. Grade eben auch, weil man diesmal nicht nur über die wundervolle Musik, die überirdische Schönheit und geistreiche Choreografie im Musikvideo  und die absolut göttlichlichen Live-Auftritte schreiben kann, sondern auch über SM Entertainments geniale Promotion diesmal.

I Got A Boy aka das letzte Mini-Album kam vor ungefähr einem Jahr raus und hatte, außer den üblichen Promo-Bildern und den MV-Teasern, keine außergewöhnliche Promotion. Es war dann einfach da. Trotz der eindeutigen Überlegenheit des Titel-Songs gegenüber Mr.Mr., überliegt I Got A Boy offenkundig in der Promotion-Kategorie. Aber das wär auch bei fast jedem anderen Promotion-Zyklus von Girls’ Generation der Fall gewesen, weil Mr.Mr. in dieser Abteilung einfach pures Gold war.

Dank SM Entertainment gab es endlich mal wieder einen anständigen, nicht unnötig von Fans hervorgerufenen “Fan War”. Seit Jahren schon gibt es kaum gestandene Künstler, die gegeneinander antreten. Alle wollen bei den koreanischen Musik-Shows gewinnen und gehen jeder Konkurrenz aus dem Weg, in dem sie dann ein Comeback haben, wenn sonst nur kleine Rookies oder ungekanntere Bands ihre Alben, Mini-Alben oder Singles rausbringen. Und sein wir mal ehrlich: Das ist langweilig! Wo ist die Spannung bei der Auswertungen der verschiedenen K-Charts? Wo der Kitzel der iTunes-Charts des gesamten Globus? Diesmal gab es aber dank SM Entertainment und YG Entertainment eben genau das. Ich hab euch hier mal eine schöne Grafik gebastelt, in der ihr alles nachvollziehen könnt:

SNSN-2NE1-Timeline

1. Mr.Mr.
Ein gut gemixter Popsong mit Electro-Einflüssen, der ein wenig wie The Boys wirkt, nur in gut. Mr.Mr. ist erwachsener als I Got A Boy, aber auch safer. Hier wird nicht experimentiert, sondern ein Popsong geliefert, der der normalen Formel Intro, Vers, Bridge, Refrain, Vers, Refrain, Vers, Refrain, DANCE BREAK, Vers, Refrain. Nachdem ihre letzte Single I Got A Boy auf doch sehr viel Ablehnung stieß (manche Menschen wissen einfach nicht was gut ist), macht diese Single einfach Sinn.
Ich liebe den Dance Break. Ich vergöttere generell die gesamte Choreografie und das Konzept dieses Comebacks. SNSD sind so sexy mit ihren Anzügen und wie sie am Ende des Songs über den letzten Backgrouptänzer drüberspazieren ist einfach gradios.
Das Video ist leider ein kleines Missgeschick… Ich meine, der Grindhouse-Stil hätte funktionieren können… Wenn der gesamte Stil des Songs einfach düsterer gewesen wäre… Wenn SNSD-Fans nicht alle ungefähr 5 Jahre zu jung sind, um Planet Terror und diesen anderen, weit aus schlechteren Grindhouse-Film sehen zu dürfen… So war das Video für die meisten Fans einfach nur ein viel zu doll bearbeitetes Video mit Spiegelungen, zu starker Sättigung und zu vielen Störungen. Schade drum.

2. Goodbye
Ein doch interessanter ruhiger Track dieses Albums. Die Mädels singen sexy! Ich liebe es, wenn Girls’ Generation sexy sind Aber leider nur im Vers… Danach setzt wieder ein langweiliger Refrain ein, den eigentlich Taeyeon oder Jessica völlig allein singen… Warum, SM Entertainment, warum? Ich meine, die Verse mit den relativ tiefen Noten sind so gut und dann dieser Wischi-Waschi-Refrain… Naja, die Mädels machen’s schon so gut wie möglich.

3. Europa (유로파)

Europa erinnert mich teilweise ein bisschen an Express 999 vom Mini-Album I Got A Boy… Aber viel, viel ruhiger und safer. Und damit leider dann auch: langweiliger. Die Verse steuern auf einen Höhepunkt hin, der einfach nicht kommen mag… Leider eher ein Filler-Titel.

4. Wait a Minute
Wait A Minute ist einfach zuckersüß und erinnert dabei stark an TTSs Library. Kein Wunder, dass Tiffany grade anfangs viele Parts hat. Der “Oh My God”-Refrain ist knuffig und eingängig. Der ganze Track ist aber zu ruhig, um wirklich ein Ohrwurm oder ein Hit zu werden. Fazit: Ein goldiger Track mit tollen Vocals, aber auf diesem Mini-Album eher ein unnötiger Filler. Für sowas sind die Mädels, die alle ungefähr 24 sind, einfach zu alt, oder? Das wäre eher was für A Pink oder Hello Venus

5. Back Hug (백허그)

Back Hug (백허그) ist die obligatorische 0815-Ballade, ohne die kein Girls’ Generation-Album auskommt. Was ich an diesem Song mag, sind vor allem Yuris Parts. Sie singt solche Songs einfach wunderschön. Leider ist mir hier der Refrain auch etwas zu süß gehalten. Wir haben diesen Song von SNSD schon einige Male (Everyday Love von Love & Peace, Romantic St. (낭만길) von I Got A Boy, Not Alone von Girls & Peace nur um ein paar zu nennen) und leider sticht dieser Song auch nicht besonders hervor. Ich meine das einzige, was diesen Track von den anderen unterscheidet ist, dass er nicht als letzter Song auf dem Album ist… Man könnte so viel mehr mit den perfekten Harmonien dieser 9 begabten Sängerinnen machen…

6. Soul
Soul ist die koreanische Version eines Tracks (剑灵中文主题曲 (Find Your Soul)), den die Mädels für die chinesische Version eines koreanischen Online-Games aufgenommen haben. Und viele sind der Meinung, dass dies der Promotiontrack hätte sein sollen. Ich sehe, das nicht so. Es ist zwar ein guter und eingängiger Track, aber eher wie ein koreanischer OST-Song. Zu einfach. Zu vorhersehbar. Und erinnert deswegen ein bisschen an Katy Perrys aktuelle Musik. Aber ein guter Workout-Song mit einem doch recht gutem Rap-Teil für Hyoyeon (Bitte, bitte, SM Entertainment, lasst Tiffany nie wieder rappen. Nie wieder!)

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