Review von Lea Micheles “Louder”

Ich stehe auf Lea Michele seit ich mir den Soundtrack von Spring Awakening (eins der besten Musicals ever) gekauft habe. Sie war einfach klasse in der Rolle der jungen, verzweifelten Wendla. Ihre Performance in Glee ist mittlerweile das einzige (neben Naya Rivera und Chris Colfer), was diese Serie überhaupt noch sehenswert macht. Man kann also sagen, dass ich ein echter Fan von Miss Michele bin. (Ich plane sogar mir ihre Style-Autobiografie zu kaufen, obwohl ich mir sicher bin, dass die nichts Großartiges sein wird – erscheint übrigens am 20. Mai).

Seit 2012 hat Lea immer wieder getwittert, dass sie für ein ominöses Solo-Projekt im Studio steht und ich leckte mir schon die Finger. Als dann leider ihr Lebenspartner Cory Monteith im Juli letzten Jahres starb, dachte ich schon, dass sie verständlicherweise ihre Solo-Pläne in den Wind schießen würde. Aber dem war nicht so. Die Perfektionistin ging wieder ins Studio und nahm die herzzerreißendste CD seit langer, langer Zeit auf.

Ich werd die Tracks, die mich am meisten begeistert haben, in der Reihenfolge aufzählen, die sie auf Louder zu finden sind. Ich kann leider keine Hitlist erstellen, weil ich viele Songs aus unterschiedlichen Gründen genial finde. Es sind aber auch ein paar Fehlgriffe und Füller dabei. Aber weniger als bei anderen Debütalben.

1. Cannonball
Cannonball war die erste Single-Auskopplung des Albums und wurde deswegen auch live performt. Ich liebe wie Leas Broadway-trainierte Stimmt komplett im Vordergrund steht und durch die Instrumentalisierung nur noch hervorgehoben wird. Der Text ist eine Hymne an das Leben und an Neubeginne und ich denke, dass sie diesen Text (auch wenn er nicht von ihr geschrieben wurde) genau so meint. Und deswegen ist dieser Song auch so echt. Lea vertont den Schmerz und den Mut, den man für einen Neuanfang braucht, dass man als Zuhörer einfach mitfühlen muss.

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3. Burn With You
Einer meiner Absoluten Lieblingstitel des Albums. Wieder ein Song, der echt wirkt, weil er Leas Situation widerspiegelt:

I don’t wanna go to Heaven, if you’re going to Hell
I will burn with you, I will burn with you

Lea hat ihren Freund an eine Überdosis verloren und ich denke, dass dieser Song therapeutische Züge für sie gehabt haben könnte. Ich hätte mir nur gewünscht, dass die Produzenten sich ein bisschen mehr zurückgenommen hätten. Leas gewaltige, immer perfekte Stimme, ein Chor, eine verzerrte Bridge mit noch verzerrterem Echo… Manchmal ist weniger mehr… Aber lasst euch nicht abschrecken! Dieser Song ist so wie er ist schon toll. Aber ich hoffe auf eine zurückhaltende Live-Version.

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4. Battlefield
Auch einer meiner Lieblingstitel, aber aus persönlichen Gründen. Dieses Lied hat mich so hart getroffen, dass ich öffentlich im Bus zur Uni angefangen hab zu weinen. Ich habe meine Beziehung, die letztes Jahr nach 3 Jahren zu Ende gegangen ist, in jedem Takt dieses Liedes wiedergefunden. Und das war emotional harter Tobak. Die einfache Klaviermelodie und der Text, der von einer verlorenen, gescheiterten Beziehung erzählt, dass es an die Substanz geht. Dazu noch ein gut eingesetzter Bass, um einen den Rest zu geben. Kein Wunder, dass ich geflennt hab…

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9. Don’t Let Go
Don’t Let Go ist einer dieser 0815-Popsongs. Aber so gut gemacht, dass ich ihn einfach mit aufzählen muss. Lea kann nicht nur herzzerreißende Balladen, sondern auch Katy Perry angehauchte UpBeat-Songs, die einem einfach nur ein gutes Gefühl geben

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11. If You Say So
Wieder ein Song, der sich mit Verlust befasst. Eine wunderschöne, zurückgenommene Ballade. In diesem Stil hätte man das ganze Album aufnehmen sollte. Leas Stimme wurde nicht doppelt aufpoliert, sondern ist fast ohne Autotune!

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Sonst noch nette Songs sind You’re Mine (tolle, souligere Stimme und ein Sample von Bonds You Only Live Twice) und Empty Handed (toller ruhiger Song und die männliche Begleitung hat’s drauf).

Wenn ihr jetzt Lust habt dieses Album zu kaufen, findet ihr hier die Links dazu:

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Posted in: Pop

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