Review von BoAs “Only One”

Für meine neuste Review habe ich mir das aktuelle Werk von der Königing des K-Pop ausgesucht. Ja, ich spreche von BoA. Von dem Mädchen, das mit 12 Jahren durch ihr besonderes Talent für Tanzen und Gesang berühmt wurde und auch als erste koreanische Künstlerin die Hallyu-Welle auslöste und dieses Jahr ihr 10 Jahre-Jubiläum in Japan feiern konnte.

Kaum zu glauben das eine solche Veteranin erst 25 Jahre alt ist. Ihre letzte Veröffentlichung war das Hit-Album Hurricane Venus und das dazugehörige (hey, sie ist bei S.M. Entertainment unter Vertrag) Repackage-Album Copy & Paste. Das ist allerdings auch schon zwei Jahre her. Das letzte Jahr hat BoA damit zugebracht den Film COBU 3D in Hollywood zu drehen.

Dieses Album wurde von ihren Fans mehr als begrüßt, als 10 Tage vor dem Erscheinungstermin (22. Juli 2012) von S.M. Entertainment verkündet wurde, dass BoA ein Album mit einem selbst geschriebenen Song veröffentlichen würde. Sie ist mittlerweile in Korea fast so berühmt wie Kimchi und Starcraft (ok, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben), dass sie ihre eine eigene Mini-Sendung “4354” bei dem Sender SBS bekommt, um das Album zu promoten. Wir dürfen also noch gespannt sein. Die Sendung heißt übrigens “4354”, weil BoA am Tag der Ausstrahlung vor 4354 Tagen ihr offiziellen Debüt als Sängerin hatte.

So jetzt kommen wir erstmal zum Cover:

BoA - Only One

Dieses Cover ist wundervoll schlicht. Ein einfaches Schwarz-Weiß-Foto von BoAs Profil. Kaum gestylt. Man hat das Gefühl, als wäre das Cover ein Schnappschuss, der entschanden ist, als BoA einem Bekannten etwas Lustiges erzählt. Ich mag die Intimität, die durch dieses Bild vermittelt wird. Als würde man mit BoA im Proben-Raum stehen und nah bei ihr stehen. Wie eine Freundin. Das ist etwas, das selten durch Fotos ausgedrückt werden kann. Ich weiß, dass viele dieses Cover nicht mögen, einfach weil es so einfach und unspektakulär ist. Aber ich finde es einzigartig und empfinde es als eine tolle Abwechslung von den ganzen Hochglanz-Covern.

Cover-Rating: ★★★★☆

So und jetzt kommen wir zu den einzelnen Titeln (außer den beiden Instrumental-Tracks am Ende):

01. Only One Rating: ★★★★☆
Only One
ist eine wunderschöne Mid-Tempo-Ballade, die BoA selbst geschrieben haben soll. Wenn das stimmt, dann bitte mehr davon. BoA setzt hier dem Elektro-Pop-Party-Song-Trend, der momentan in Korea vorherrscht, etwas Ruhiges und Bewegendes entgegen. Und dank BoAs Englisch-Kenntnissen, macht das Englisch in dem Text dieses Songs Sinn! Das ist selten bei S.M. Entertainment… Im Text schildern BoA ihre Gefühle bei der Trennung von ihrem Freund. Einerseits liebt sie ihn und weiß, dass er einfach der Richtige ist. Aber andererseits weiß sie, dass es in Moment mit den beiden nichts werden kann. Deswegen lässt sie ihn gehen. Only One ist kein richtiger Hit, aber je öfter man dieses Lied hört oder die beiden wunderbar treffenden Musikvideos schaut, desto mehr wächst einem Only One ans Herz. Grade auch wegen der grandiosen Choreografie!

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02. The Shadow – Rating: ★★★★★
The Shadow
ist wohl der Song auf diesem Album, der am meisten in Erinnerung bleibt. Er ist ein Up-Beat-Track ähnlich wie BoAs Hurricane Venus oder Copy & Paste. Allerdings nicht ganz so hitverdächtig, aber es kommt dem nahe. Ihre Stimme hier ist klasse. Sie sing so ernst und cool, dass man sofort mitsingen will. Der Text handelt davon, dass BoA in jemanden verliebt ist, der ihr so nahesteht wie ihr eigener Schatten. Was ihr Angst macht, aber ihr auch Halt gibt.

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03. 네모난 바퀴 (Hope) – Rating: ★★★★★
네모난 바퀴 (Hope)
ist dann die zweite Ballada auf dem Album Only One. Eigentlich kann man 네모난 바퀴 (Hope) guten Gewissens als 0815-Ballade abstempeln. Es ähnelt The Climb von Miley Cyrus oder Beautiful von Christina Aguilera von der Melodie, wie auch von Thema des Liedes her. Aber der Text, BoAs leicht rauchige Stimme und das Klavier machen 네모난 바퀴 (Hope) dann doch zu etwas Besonderem. Im Text geht es darum, alle Hinternisse zu überwinden, sich selbst treu zu bleiben und Selbstbewusstsein aus seinem Charakter zu schöpfen.

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04. Not Over U – Rating: ★★★½☆
Not Over U
ist der nächste Mid-Tempo-Track. Ich mag besonders die Entwicklung des Tracks. Er fängt akustisch mit Gitarre an und wird schnell immer elektronischer. Und kehrt dann ab und zu zum Akustischen zurück. Es erinnert aber episodenhaft stark an Rihannas We Found Love. Was dann doch wieder zu sehr in der momentanen Pop-Schiene fährt, um Not Over U interessant zu machen. Aber der Text rettet den Song dann aber wieder. BoA beschreibt hier wieder ihre Gefühlswelt nach einer Trennung, wenn sie ihren Ex-Freund zum ersten mal wiedersieht und sich eingestehen muss, dass sie noch längst nicht über ihn hinweg ist.

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05. The Top – Rating: ★★★★½
The Top
ist einer meiner Lieblingstracks auf diesem Album. Top ist wieder ein Up-Beat-Hit, den BoAs cooler und selbstbewusster Gesang und der Text interessant machen. Im Text geht es darum, dass man sich nicht immer noch weiter nach oben arbeiten kann. BoAs Sprechgesang in der Bridge ist auch wirklich nicht von schlechten Eltern. Mehr davon! Allerdings hat auch The Top nicht das Hitpotential, was Hurricane Venus und Copy & Paste hatten.

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06. Mayday! Mayday! (너에게 닿기를 간절히 외치다) – Rating: ★★★☆☆
Mayday! Mayday! (너에게 닿기를 간절히 외치다)
ist wieder eine Ballade und ein sehr süßer Song. Der Text ist auch wieder nicht schlecht. Es geht wieder um eine Trennung und das Gefühl der Hilflosigkeit und Verletzlichkeit. Sie beschreibt das mit der Metapher einer Schiffbrüchigen, die um Hilfe ruft. Das Lied ist wirklich schön, aber wirklich nichts Besonderes…

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07. One Dream (feat. Henry (Super Junior-M) & Key (SHINee))  – Rating: ★☆☆☆☆
One Dream
wurde für das koreanische DSDS geschrieben, bei dem BoA in der Jury saß. Das Lied ist eine Art Cover von Mary J. Blidges One Dream. Aber leider kein Cover von dem man denkt: “Yeah, das ist sogar noch besser als das Original!” Sonder eher eins von der Sorte “Warum?! Warum tut ihr das?” Des Gerappe von Henry & Key ist einfach komplett Fehl am Platz und auch nicht wirklich gut… BoA schafft es überhaupt keine Emotionen in den Refrain zu legen und das macht den Song damit erst wirklich schlecht. Der Text passt aber vollkommen. Es geht um das Gefühl sich beweisen zu müssen zum Beispiel in einer Casting-Show wie SBSs “Kpop Star”.

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Only One ist also ein wirklich schönes Album. Es sind nicht so viele Hits dabei wie noch bei Hurricane Venus, aber dafür ist hier die Balance zwischen Balladen und Up-Beat-Songs besser. Die Übergänge von Ballade zu Up-Beat sind sehr gut gelungen (selten im K-Pop-Bereich!). Aber was hat man auch anderes von der Queen des K-Pop erwartet? Ich freue mich schon auf ihre nächsten selbstgeschriebenen Songs und auch auf das definitiv zu erwartende Repackage-Album (mit den üblichen 2/3 neuen Songs). Ich ignoriere One Dream einfach, weil ich sowieso davon ausgehe, dass S.M. Entertainment den Track nur der Vollständigkeit halber auf dieses Album gemacht hat. Meiner Meinung hätte es aber ruhig eine digitale Single bleiben können. Only One bekommt eine Gesamtwertung von:

Overall Rating: ★★★★☆

One thought on “Review von BoAs “Only One”

  1. Jessica says:

    Hi! Ich sehe alles genauso wie du! Solche Cover könnte SM-Entertainment ruhig öfter machen. Diese bunten Cover tun manchmal richtig in den Augen weh. Sowas wie Super Junior – Sexy, Free & Single, Girls’ Generation – Gee, oder eben BoA – Only One

    Diese Filler-Tracks finde ich auch alles andere als gut. “One Dream” ist echt total daneben gegangen. Only One und Hope sind bis jetzt meine Lieblings-Tracks, die anderen kenne ich noch nicht so wirklich. =D Bei Mayday! Mayday! gefällt mir der Anfang aber schon ziemlich.

    Deine Reviews sind einfach immer so perfekt! Eine Einleitung, Coverbewertung, begründete Meinung zu den Songs, Gesamtwertung und direkt unter der Songbewertung eine Audiospur, sodass man nicht erst einmal bei YouTube ein Video raussuchen muss. Immer wieder total super!

    Realayu & BoA fighting! ~~~

    Liebe Grüße,
    Jessica =)

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